RST Etappenfahrt: Pfingsten in Dänemark

Die zweite Etappenfahrt des Radsport Team Lübeck führte die Teilnehmer über Pfingsten wieder nach Dänemark. Unter dem Motto "Dänemark und Geschichte" standen an vier Tagen insgesamt 800 Kilometer auf dem Programm. Der Startschuss fiel am Freitag um 11:30 Uhr in Curau, nördlich von Lübeck. Fünf Radsportler machen sich auf und wurden an der ersten Etappe die nach Eckernförde führte, von zwei weiteren RST-lern begleitet. In Flintbek gab es eine Rosinenbrotpause. Mit leichten Rückenwind und Sonne wurde nach gut 112 Kilometern mit 240 Höhenmetern um 17:00 Uhr die Jugendherberge in Eckernförde erreicht. In Eckernförde fanden gerade die Sprottentage statt. Schön auch die Altstadt mit einer der Besten Konditoreien Deutschlands und einem Strand, der unmittelbar in das Stadtzentrum reicht. Historisch besonders interessant ist die Seeschlacht von Eckernförde.  
Samstag beginnt der zweite Teil der Tour um 09:00 Uhr in Eckernförde. Kräftiger Rückenwind nahezu die ganze Strecke. Mit der Fähre bei Missunde geht es über die Schlei. Verpflegungspause kurz vor Flensburg in Klein Testorp. Dann durch Flensburg und über den speziellen Übergang für Radfahrer bei Krusa Gendarmensteig. Weiter nach Dybbol Schanzen mit Besichtigung des Schlachtfeldes und der Unterstände von 1864. Weiterfahrt über viele kleine Straßen und meist guten Radwegen nach Apenrade, Hardesleben und Kolding. Die letzte Stunde mit unglaublich dicht fallendem Regen, völlig durchnässt und verfroren um 19:00 Uhr nach 220 Kilometern und 720 Höhnemetern die Jugendherberge Kolding erreicht. Heiße Dusche und Verpflegung.

Pfingstsonntag Start in Kolding. Die erste Pause gab es in Urup.Kurz vor Bramming dann ein Defekt. Die Tour führt zunächst an die Westküste. Bei freundlichem Wetter und Gegenwind gab es nach rund 100 Kilometern in Bork Havn  eine Kaffeepause mit dänischem Kuchen. Gegen 15:00 uhr geht es dann auf die 150 Kilometer nach Tondern, über Varde und Ribé. Das Wetter bleibt sonnig. Kurz hinter Varde gab es eine Reifenpanne. Ein kleiner Draht hatte sich ins Hinterrad gebohrt. Es gegen 22:00 Uhr wurde die Jugendherberge in Tondern nach gefahrenen 248 Kilometern (220 hm) erreicht und es gab noch Spaghetti mit Tomatensoße. 

Pfingstmontag dann die letzte Etappe. Start um 10:00 Uhr bei Nieselregen und grauem Himmel in Tondern. 230 Kilometer (200 hm) von Tondern zurück nach Curau. Die Routenführung über nahzu ausschließlich verkehrsarme Straßen und Wege war beeindruckend. Das Grenzhäuschen war zwar nicht besetzt, aber am Straßenbelag konnte man sofort feststellen, wir sind wieder in Deutschland. Während Schilder auf gut 80 Kilometern vor Radwegschäden warnten benutzten wir wieder, anders als in Dänemark, die Straßen. Aber auch hier hatte der Veranstalter, mit einigen Schotterstrecken, Panzerplattenpfaden, drei Kopfsteinstücken und dem Highlight, eine Sumpfquerung, einige Schmankerln eingestreut. Aber Rennradreifen bewältigen viel mehr als man glaubt. Die angekündigten 15 % Niederschlagswahrscheinlichkeit und 0 cm Niederschlag erwiesen sich in Nord- unc Südschleswig als respektabler Dauerregen. Hinzu kam der kräftige Gegenwind.
Nach einer Rast mit herrlichem Kuchen im Bootshaus an der Eider nahe Breiholz setzten wir mit der Fähre über den Kanal und der Himmel klärte sich auf.
Auch das letzte Teilstück über Neumünster führte über von uns noch nie gefahrenen Strecken und selbst in der nächsten Umgebung ab Tensfeld befuhren wir wunderschöne, unbekannte und nahezu verkehrsfreie Wege.
Kurz vor 21:00 Uhr, nach 236 Tageskilometern, endete die Pfingsttour 2019. Allen Teilnehmer*innen und allen die zu ihrem Zustandekommen beigetragen haben gilt ein herzlicher Dank.